Adobe InDesign

Adobe InDesign ist ein professionelles Layout- und Satzprogramm für das Desktop-Publishing, das anfänglich von Aldus unter dem Projektnamen K2 entwickelt wurde. Nach der Übernahme von Aldus durch Adobe wurde es als Konkurrenz zu QuarkXPress aufgebaut. InDesign ist der Nachfolger von Adobe PageMaker, das ursprünglich auch von Aldus entwickelt und von Adobe aufgekauft, aber in der Form nicht mehr weiterentwickelt wurde. Von der Version 3.0 an war das Programm Teil der Creative Suite und trug bis zur CS6 als Namenszusatz dessen Versionsnummerierung. Die letzte Creative Suite-Version trägt die Bezeichnung CS6 und war auch die letzte, die als Boxprodukt über den Fachhandel verkauft wurde. Ab Januar 2013 konnte die letzte InDesign-Version (wie die meisten Adobe-Produkte) nur noch als Mietmodell abonniert werden; für die Edu-Version war Ende Februar 2015 das letzte Datum. InDesign CS6, Version 8 wird jedoch weiterhin als Download-Version zum Verkauf angeboten. Mit der Version 9.0 beginnt Adobe das Branding als Creative Cloud. Zwar sind auch weiterhin neue Versionen geplant, alle werden jedoch im Branding Creative Cloud ohne Zusatznummer vermarktet. Etwa alle drei Monate erscheint ein Dot-Release mit neuen Funktionen, dazwischen erscheinen Bugreleases, allerdings auch mit Funktionsänderungen. Etwa alle 12 bis 18 Monate ist ein Versionssprung geplant.

 

 

Anwendungsgebiete

InDesign wird vor allem in Werbeagenturen und von freien Grafikern sowie in Druckereien und Verlagen eingesetzt. Zusammen mit Redaktionssystemen ist es häufig in Kombination mit anderen Redaktionswerkzeugen und Textprogrammen in der professionellen Zeitungs- und Zeitschriftenproduktion anzutreffen. Weitere Einsatzbereiche sind etwa die Herstellung von Prospekten, Broschüren, Katalogen, Faltblättern, Plakaten, Geschäftsdrucksachen, seltener auch PDF-Bildschirmpräsentationen mit eingebundenen Filmen, Flash und Interaktion sowie datenbankbasierte Verlagsanwendungen. Seit der Version CS 5.5 baut Adobe die Funktionalität für (interaktive) E-Books aus.

Funktionsweise

Mit InDesign ist es möglich, visuell ein- oder mehrseitige Layouts in beliebigen Seitenformaten zu erstellen. Das Programm unterstützt den Layouter bei der Aufteilung und Verwaltung der Seiten und Bögen.

Elemente, im Programm „Objekte“ genannt, werden auf den Seiten in Form von Rahmen angebracht, die anschließend mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden können. Hauptsächlich werden diese zum Positionieren und Formatieren von Texten, Tabellen, Bildern und Grafiken angewendet, aber auch Musik und Videos lassen sich in die Dokumente einfügen.

Alle Objekte lassen sich gruppieren, in verschiedenen Ebenen unterbringen und das in einer beliebig tiefen Verschachtelung. Die Bearbeitungsmöglichkeiten umfassen u. a.:

Rahmen- und Inhaltsfarbe
Vektorbearbeitung
Zeichen- und Absatzattribute
Tabellen-, Zellen- und Objektformate
Typografie
Konturstile
Transparenzen
Ecken- und Überlagerungseffekte

Für die Bearbeitung von Vektoren sind in InDesign die gleichen grundlegenden Werkzeuge wie in Adobe Illustrator verfügbar.

Viele Parameter können dabei frei und flexibel definiert und in Stilvorlagen für die spätere Wiederverwendung gespeichert werden. InDesign beherrscht in Grundzügen das XML-Format beim Im- und Export, das sich gerade im Umfeld von Database Publishing weitgehend etabliert hat.

Zusammenarbeit mit anderen Anwendungen

InDesign hat eine ähnliche Benutzeroberfläche wie viele Adobe-Programme. Weiterhin unterstützt InDesign die Ausgabe im verbreiteten hauseigenen Portable Document Format (PDF), einem ISO-zertifizierten Standard für Druck und Druckvorstufe, sowie viele für professionelle Benutzer relevante Funktionen wie z. B. Preflight, Farbseparation oder ein Farbmanagement. Aus InDesign können sowohl über die Export- als auch die Druckfunktion und mithilfe des Distillers druckbare PDF-Dateien erstellt werden. Interaktive Bildschirmpräsentationen und Transparenzen können hingegen nur über die programminterne Exportfunktion in das zu erstellende PDF übertragen werden.

InDesign erlaubt eine direkte Zusammenarbeit mit den anderen Produkten von Adobe, z. B. Photoshop, Illustrator, Dreamweaver und Flash. Auch das Öffnen von QuarkXPress-Dateien bis Version 4.x und von PageMaker-Dateien ab Version 6 ist möglich, die programmintern in die aktuelle InDesign-Dokumentversion konvertiert, als solche bearbeitet und gespeichert werden können. Plugins anderer Anbieter ermöglichen auch das Öffnen von Quark-Dateien bis zur Version 7, wenn auch, wie bei jeder Konvertierung, die Qualität der Resultate stark von der Komplexität der Layouts abhängt. Die in InDesign erstellten Dokumente (.indd) sind nicht abwärtskompatibel.

Durch die Akquisition von Macromedia durch Adobe hat sich mit InDesign CS3 die Interoperabilität mit Flash und Dreamweaver erhöht. Adobe InDesign CS3 wird mit der Adobe Creative Suite 3 Design Premium und Standard ausgeliefert und ist auch in der Creative Suite Master Collection enthalten.

InDesign wird wie die anderen Anwendungen der Creative Suite mit Adobe Bridge ausgeliefert. Dies bietet einen direkten Zugang zu den InDesign-Daten, wobei sich, ohne eine Datei zu öffnen, die Metadaten bearbeiten oder die verwendeten Farben und Schriften auslesen lassen. Außerdem bietet sich damit über das Werkzeugmenü die Möglichkeit, Arbeitsschritte über JavaScript zu automatisieren.

Sprachen und Schriften in InDesign

Abhängig vom Zeichensatz erlaubt InDesign den Zugriff auf Unicode-Zeichen und bietet sowohl unter Windows als auch unter Mac OS X Unterstützung für lateinische OpenType-Fonts.

Mitteleuropäische Sprachen, die in lateinischer Schrift geschrieben werden (z. B. Tschechisch und Ungarisch), können mit den westeuropäischen Versionen ab InDesign CS2 verarbeitet werden; zuvor gab es dafür eine eigene Version InDesign CE (Central Europe).

InDesign unterstützt in der von Adobe in der westlichen Welt ausgelieferten Version keine Rechts-nach-links-Sprachen wie Arabisch oder Hebräisch; dafür existiert eine eigene Version für den Nahen Osten: InDesign ME (Middle East). Auch für die ostasiatischen Sprachen Chinesisch, Japanisch und Koreanisch gibt es eigene Versionen mit den nötigen typografischen Sonderfunktionen (Kontrolle über Zeichensetzung, Satzspiegel, Furigana und so weiter). Dokumente, die in fremden InDesign-Versionen erstellt wurden, bleiben beim Öffnen in der Version für europäische Sprachen erhalten.

Mit der 2007 erschienenen Version CS3 (5.0) unterstützt das Programm die alte Rechtschreibung und beide Versionen der Rechtschreibreform (1996 und 2006). Schweizer Hochdeutsch ist als „Deutsch: Schweiz“ (alte Rechtschreibung) und als reformierte Version (Rechtschreibreform 2006) integriert. Die von Adobe für die deutschen Sprachen eingesetzten Trennalgorithmen stammen bislang ausnahmslos vom US-Unternehmen Proximity.

InDesign CS4 für europäische Sprachen unterstützt die folgenden Sprachen und Sprachvarianten: Bulgarisch, Dänisch, Deutsch Alte Rechtschreibung, Deutsch Neue Rechtschreibung, Deutsch Reform 1996, Deutsch Reform 2006, Deutsch Schweiz, Deutsch Schweiz Reform 2006, Englisch GB, Englisch Kanada, Englisch USA, Englisch USA Medizin, Englisch USA Recht, Estnisch, Finnisch, Französisch, Französisch Kanada, Griechisch, Italienisch, Katalanisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Niederländisch, Niederländisch Reform 2005, Norwegisch Bokmål, Norwegisch Nynorsk, Polnisch, Portugiesisch, Portugiesisch Brasilien, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch Standard, Tschechisch, Türkisch, Ukrainisch und Ungarisch.

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Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Adobe_InDesign

Weitere Informationen unter: https://www.adobe.com/de/products/indesign.html